11 Fakten zu «Captain Marvel»

Hintergrund: Captain Marvel
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Wenn Carol Danvers früh im Film auf der Erde ankommt und kaum gebremst in einen Blockbuster Video-Store knallt, sorgt das für ein Schmunzeln, denn man weiss, wir sind in einer Epoche, in der Streaming und Video on Demand noch Fremdwörter waren. Es ist aber auch ein - selbstironisches? - Symbolbild, weil Marvel-Besitzer Disney in den nächsten Monaten einen eigenen Streaming-Service auf den Markt bringen will und à la Streaming kills the Videostar zum Systemwechsel beiträgt.

 

Diese Attitüde von sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, dafür das Produkt umso mehr, funktioniert bestens und solche kleinen Dinge machen den Humor aus, den «Captain Marvel» pflegt. Daneben sind alte Bekannte dabei, etwa der im MCU geschätzte Agent Coulson (Clark Gregg). Zudem ist der Film technisch auf dem von Marvel gewohnten Standard und wird flüssig erzählt. Zwar sind ein, zwei Twist schon von Anfang leicht zu erahnen, aber das schmälert die Geschichte der Frau aus dem Weltraum nicht, dafür sind die Katze Goose und die 11-jährige Monica als cooler Sidekick auf der Erde eine Bereicherung.

 

Wir haben den Film bereits zum Kinostart besprochen (Kritik) und darum zum Start ins Heimkino etwas in den Hintergründen zum Film gestöbert und 11 Fakten gefunden:  

 

Das animierte Marvel-Logo am Anfang des Films zollt Stan Lee respektvoll Tribut. Lee war Schöpfer von vielen Figuren aus dem Marvel Cinematic Universe (MCU) und ist am 12. November 2018 verstorben. Stan Lee hat zudem in «Captain Marvel» seinen traditionellen Cameo-Auftritt. Am welcher Stelle im Film soll natürlich nicht verraten werden.

 

«Captain Marvel» ist der 21. Spielfilm innerhalb des MCU und zählt zur Phase 3 des filmischen Universums. An den Kinokassen hat der Film 1,128 Milliarden Dollar eingespielt (Stand: Juli 2019). Zudem ist es der erste Film im MCU, der eine weibliche Heldin in der Hauptrolle zeigt. «Ant-Man and the Wasp» hat zwar auch eine Heldin, aber im Team mit Ant-Man.

 

Focus.de spricht in einem Interview mit Brie Larson den zeitlichen Aufwand für einen Film der Grössenordnung von «Captain Marvel» an. Sie meint: «Wenn man alles einrechnet, von neun Monaten Vorbereitung über 75 Drehtage bis hin zu Synchronisationsarbeiten und Nachdrehs kommen da ungefähr eineinhalb Jahre zusammen. Das ist eine Menge Zeit, jetzt wo ich darüber nachdenke.» (Quelle: focus.de)

 

Die Katze Goose wird im Film von vier professionell trainierten Katzen gespielt. Interessant ist, dass Hauptdarstellerin Brie Larson hochallergisch gegen Katzen ist und sie daher jeweils mit Puppen statt echten Katzen gedreht hat. (versch. Quellen)

 

MCU-Mastermind Kevin Feige hat bei einem Event in den USA erzählt, dass Carol Danvers, wie Captain Marvel bürgerlich heisst, bereits in «Avengers: Age of Ultron» (2015) auftreten sollte. Allerdings haben die Kreativen den Plan verworfen, weil es sich doch nicht richtig angefühlt hat. 

 

In einem Interview mit VIP.de spricht Hauptdarstellerin Brie Larson über die Tragweite, die für sie eine Zusage für «Captain Marvel» hatte. Sie musste sich überlegen, ob sie den Verlust an Privatsphäre durch die Steigerung der Bekanntheit akzeptieren kann. Sie dachte sich, sie sei schlauer als sie selbst denkt und würde es schaffen. Rat hat sie sich bei Kollege Chris Evans (Captain America) geholt. Er meint aber nur: wenn er sich einen Bart wachsen lässt, bleibt er in der Öffentlichkeit so gut wie unerkannt. Das war keine grosse Hilfe. (Quelle: vip.de)

 

Carol Danvers trägt in jenem Teil des Films, der in den 90ern spielt, meist ein weisses -T-Shirt mit einem Logo der Band Nine Inch Nails. Allerdings ist das Shirt nicht offiziell von der Band freigegeben, sondern ein Bootleg, eine Raubkopie. Erkennbar ist dies, weil das Rechteck um das Band-Logo die gleiche Breite wie der Schriftzug haben müsste. Darum haben Marvel und die Nine Inch Nails ein spezielles Captain Marvel-NIN-Shirt produziert. Es ist im Shop der Band für eine limitierte Zeit erhältlich. 

 

In «Captain Marvel» wird in diversen Punkten auf die weiteren Filme aus dem MCU Bezug genommen. So ist Nick Fury (Samuel L. Jackson) deutlich jünger, was durch digitale Effekte ermöglich wurde, und man erfährt, wieso er sein Auge verliert. Weiter ist die ausserirdische Rasse der Kree ein Thema, die später im MCU mehrfach zu sehen ist («Guardians of the Galaxy») und der Tesserakt, eine ausserirdische Energiequelle, wird eingeführt. So klärt der Film mal prominent und mal eher beiläufig Hintergrundinfos zu den bisherigen Filmen, die zeitlich später spielen. Carol Danvers trägt zudem als Kampf-Jet-Pilotin den Namen Avenger, was Nick Fury zum Namen für die Avengers inspiriert. 

 

Es ist nach «Captain America: The First Avenger» der zweite Film, der zeitlich vor dem Start des MCU mit «Iron Man» (2008) spielt.

 

Carol Danvers knallt früh im Film, als sie die Erde erreicht, in eine Filiale des Videotheken-Kette Blockbuster Video. Das ist kein Zufall, denn Regisseur (Regie zusammen mit Anna Boden) und Drehbuchautor Ryan Fleck hat früher in einen Shop der Kette gearbeitet. 

 

In der Szene in den Credits sieht man Captain Marvel in prominenter Runde. Brie Larson hat für die Szene allerdings alleine gespielt, wusste nicht, wer noch in der Szene sein würde und hat nur ihren Teil zum Gespräch gespielt. Danach wurden die Szenen technisch zusammengesetzt.  (Versch. Quellen)

 

«Captain Marvel» ist ab sofort in verschiedenen Ausführungen im Handel zu finden. Die Blu-Ray (1-Disc), die uns vorliegt, bietet neben dem Film zusätzliche Szenen, Pannen vom Dreh, Featurettes und einen Audio-Kommentar. 

 

  • Captain Marvel (USA 2019)
  • Regie & Drehbuch: Anna Boden, Ryan Fleck
  • Darsteller: Brie Larson, Samuel L. Jackson, Annette Bening, Jude Law, Ben Mendelsohn, Clark Gregg
  • Laufzeit: ca. 124 Minuten
  • Im Handel: ab 4. Juli 2019

 

 

Bäckstage Redaktion / Fr, 19. Jul 2019